„Wir Kreative wechseln oft die Seite um uns in die Situation unserer KundInnen einzufühlen und so als DienstleisterInnen gute Arbeit für diese leisten zu können.“ erklärt Christian Heuegger-Zirm, Co-Initiator des Weizcamp. Barbara Rockenbauer vom Breislerhof freut sich über die Möglichkeit des Austausches: „Mein Ziel für heute ist, Neues zu entwickeln, das tut uns in der traditionellen Landwirtschaft gut.“

 

Rund 50 LandwirtInnen und KreativunternehmerInnen folgten der Einladung und arbeiten in 15 Workshops zu selbstgewählten Themen & Fragestellungen:

  • Zukunft von Bauernmärkten
  • Dienstleistungen der Landwirtschaft für die Stadt
  • Wie passen die Realität in der Landwirtschaft und das Bild der Werbung zusammen? Was wollen KonsumentInnen eigentlich sehen?
  • Wie können Innovationen verkauft werden?
  • Welches Potential hat die Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Kreativwirtschaft? Wie geht es nach dem Weizcamp weiter?
  • Kreativschmiede: Arbeiten an einem konkreten neuen Produkt
  • Braucht bzw. will die Landwirtschaft Marketing?
  • Potential und Chancen der Landwirtschaft nutzen
  • Energie aus der Natur gewinnen
  • Erwartungen von KundInnen an landwirtschaftliche Produkte – Sollen Betriebe geöffnet werden?
  • Gemeinsam gärtnern, gemeinschaftliche Selbstversorgung
  • Haben kleine Landwirtschaften Überlebenschancen?
  • Braucht die Landwirtschaft Social Media bzw. Online Präsenz?
  • Bewusstseinsentwicklung der KonsumentInnen
  • Wie können landwirtschaftliche Grundflächen heilen?

Erkenntnisse gibt es auf allen Seiten: Der Austausch und die Begegnung auf Augenhöhe ermöglicht besseres Verständnis und ist vertrauensbildend. Auf dieser Basis gelingen Kooperationen und Lernen von einander.  Die Landwirtschaft ist auf der Suche nach neuen Modellen und muss sich neu denken. Die kleinstrukturierte, in den Regionen verankerte Kreativwirtschaft kann dabei begleiten und Sparring-Partnerin sein. „Im besten Fall wachsen wir mit unseren KundInnen mit, dann rechnet sich die Zusammenarbeit auf lange Sicht“, ist Inge Wurzinger, wurzinger-design, überzeugt und freut sich gemeinsam mit ihren KundInnen am Weizcamp teilzunehmen.

 

Die Veranstaltung ist das Ergebnis einer Kooperation von WIR GESTALTEN ES, crosseye Marketing, derSchenner und cardamom in Kooperation mit dem Wirtschaftsstandort Weiz im Rahmen des Designmonat Graz und wurde von SponsorInnen aus der Land- und Kreativwirtschaft unterstützt.

 

MANA –a steirische Flåschn

Ein konkretes Produkt der beiden Branchen wurde am Abend des Weizcamps erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: MANA – Apfelwein.

Natalie Resch, Tochter eines Apfelbauern aus Gamlitz, entwickelte gemeinsam mit ihrem Freund einen Wein aus Äpfeln, die für das klassische Supermarkt-Regal zu individuell sind.  Beide sind in ihrem Brotberuf in der Kreativwirtschaft tätig und bringen ihre Expertise nun in der Entwicklung und Vermarktung des eigenen Produktes ein.

 

Nach dem Weizcamp ist vor…

Wie der Diskurs weitergeht ist offen. Definitiv gibt es einen hohen Bedarf an Begegnungs- und Austauschräumen zwischen der Land- und Kreativwirtschaft. Die Erkenntnisse des heutigen Tages werden nun in die Agenturen und zu den verschiedenen Generationen in den Betrieben weiter getragen. Erste Früchte werden je nach Saison zu ernten sein.

 

Nachlese und Fotos


Nachlese von Evelyn Götz

Nachlese von Marie-Therese Zirm

Nachlese von Markus Flicker in seinem Blog

Flickr-Fotochannel von cardamom

Flickr-Fotochannel zum Event

Bericht in der Kleinen Zeitung